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... mit dem Hamburger Ausbil- dungspreis, damit Berufswahl und Ausbildung zur selbstbestimmten Lebensweggestaltung werden...

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... für Achtsamkeit und Mitgefühl in Schule und Gesellschaft.

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... mittels Stipendien damit junge Menschen ihr volles Potential entwickeln können.

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Über den Dächern Hamburgs Perspektiven schaffen

Hamburg, der 19.07.2016

Hamburg liegt der Preisverleihung des 3. „Ausbildungspreises“ der „Hemshorn Stiftung“ zu Füßen. Oben im „Elbpanorama“ warten die zehn Finalisten der insgesamt 65 Teilnehmer auf die Bekanntgabe der fünf Preisträger, die insgesamt Preisgelder im Wert von 15.000€ erhalten. Der Hafen glitzert und die wenigen Wolken spiegeln sich in der Elbphilharmonie als Frau Hemshorn- Bowen die Preisverleihung eröffnet. Der „Ausbildungspreis“ sei eine Möglichkeit, sein Potential entfalten zu können. Mit finanzieller Unterstützung seinem Berufstraum näher zu kommen. Das trägt der Preis auch schon im Namen, dass man aus Bildung etwas machen kann. Genau solche Sätze klingen bei dieser Preisverleihung nicht alt, nicht gebraucht, sondern einfach schlicht. Und wichtig.

Die jungen Menschen, die in die 9. Klasse gehen und die Jury bis zum Finale mit ihren gestalteten Mappen und ihren Präsentationen über ihre Berufswünsche überzeugt haben, erwähnen in ihren Mappen Demokratie, Meinungsfreiheit und zeigen sich dem gegenüber wirklich dankbar. Diese Dankbarkeit bekommt man heutzutage nur an wenigen Orten zu spüren, es ist viel zu wenig bewusst, was für ein Glück man hat, in unseren Verhältnissen zu leben. Unsere Welt ist nicht selbstverständlich. Genau diese Dankbarkeit erzeugt über den Wolken Hamburgs eine besondere Stimmung und Tränen einer Mutter, als ihre Tochter den fünften Preis des „Ausbildungspreises“ erhält und damit der Freiheit näherkommt, das zu tun, was sie möchte. Mit einem unbändigen Willen, wie Frau Hemshorn-Bowen betont, den auch schon ihr Vater besaß, der die „Hemshorn Stiftung“ ins Leben rief, um ein Dach für viele Organisationen, wie dem „LI Hamburg“ oder der „A und O Stiftung“, zu schaffen. Diesen Willen besitzen nicht mehr viele junge Menschen, laut einer Studie für die Hochschulinformations-System GmbH (HIS) aus dem Jahre 2009 wissen ein Drittel aller Abiturienten nicht, was sie nach dem Abitur machen wollen. Auch, weil sie keine Verantwortung übernehmen. Verantwortung ist einer der vielen Werte, den die Stiftung unter ihrem Dach trägt und der die Organisationen unter diesem Dach verbindet. Damit stellt die Stiftung einen kleinen Auszug unserer Gesellschaft dar.

Die Themen des Abends sind Flüchtlinge, die Erweiterung des Horizontes und die Wichtigkeit unser westlichen Werte. Deshalb ist es wichtig, den „Ausbildungspreis“ bekannter zu machen und Jugendliche zu ermutigen, wirklich über ihre Zukunft nachzudenken und für ihre Ziele zu kämpfen. Die „Hemshorn Stiftung“ ist dabei ein Begleiter, kein Leiter, die Preisträger dürfen selbst entscheiden, was sie mit ihren Preisgeldern finanzieren, solange es ihrer Bildung zugutekommt. Aber an guten Entscheidungen besteht bei allen Finalisten kein Zweifel, sie engagieren sich, lernen mehrere Sprachen und haben Mut. Diesen Mut möchte die Gewinnerin des ersten Preises, Lynn Charlin Steder, behalten. Ihr Traum ist es, Journalistin zu werden, die Menschen über Missstände aufzuklären, sie aufzurütteln, es geht um Blickwinkel und Perspektiven, die auch an diesem Abend geschaffen werden. Denn oft reichen Schulen nicht aus, um solche jungen Menschen zu unterstützen, auch wenn Lehrer einen sehr wichtigen Teil des Ganzen übernehmen, wie auch erwähnt wird.

Nach der Verleihung stehen Lehrer, Teilnehmer, Eltern, Jury und Unterstützer des Preises zusammen, essen und trinken. Draußen auf dem Balkon stehen die jungen Menschen für Fotos und blicken auf Hamburg hinab. Was für eine wundervolle Aussicht.

von Helena Sattler